Französische Kathedralmusik an der Rieger-Orgel
20. September 2026, 18 Uhr, Taborkirche Freudenstadt. Orgelführung um 17.15 Uhr.
Im Mittelpunkt des Konzerts stehen der Großmeister der französischen Orgelromantik, César Franck (1822-1890) und zwei seiner Élèven, Charles Tournemire (1870-1939) und Louis Vierne (1870-1937). Seine Fantaisie C-Dur bearbeitete César Franck insgesamt vier Mal und passte sie dabei dem jeweiligen Anlass an, so auch für das Einweihungskonzert der neuen Orgel in der Pariser Kathedrale Notre-Dame, bei dem er die symphonischen Möglichkeiten des Instruments zur Geltung kommen lassen wusste. Just an dieser Orgel sollte später sein Schüler Louis Vierne 37 Jahre lang seinen Dienst tun (und während eines Orgelkonzerts an selbiger sterben). Vierne bezeichnete Charles Tournemire, dessen Piece symphonique sich anschließt, aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten einmal als den „Adler der Klasse“. Viernes erste Orgelsymphonie beschließt das Konzert. Getreu dem Prinzip „Per asperam ad astram“ wandelt sich diese von einem schwermütigen Kopfsatz hin zu einer furiosen finalen Toccata, Vierne nannte sie seine Marseillaise. Eben diese „Marseillaise“ erklang auch beim Einweihungskonzert der hiesigen Tabor-Orgel, die sich für die französische Orgelromantik hervorragend eignet. Interessierte können die Orgel vor dem Konzert im Rahmen einer Orgelführung ab 17.15 Uhr genauer kennenlernen.
Thomas Frey

