Pilgern auf Schwäbisch - im Badischen

Hier geht's zum ausführlichen Bericht mit tollen Bildern. Dank an den Autor Elmar Haug!

10.10.2018: Andorra - Paradies in den Pyrenäen

Nach den Grußworten von Diakonin Margret Herrmann von der evang. Kirchengemeinde sowie von Herrn Werner Hoffmann, Mitglied der evang.-metho. Gemeinde, übernahm Herr Friedrich Haas in gewohnt fachkundiger Weise die Gestaltung dieses ökumenischen Nachmittags. Er nahm uns mit auf eine abwechslungsreiche 3.300 km lange Reise durch Andorra. Dabei lernten wir zahlreiche interessante Städte kennen und bewunderten die an der Strecke liegenden Festungen, Kathedralen und Kirchen sowie die herrliche Landschaft mit eindrucksvollen Bergen und Tälern. Eine ganz besondere Stimmung verbreiteten die Aufnahmen von einer Lichterprozession im weltbekannten Wallfahrtort Lourdes.
Für die vielen bereichernden Eindrücke möchten wir uns an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bei Herrn Haas bedanken. Unser Dank gilt ebenso Frau Gabriele Fellermann für die musikalische Begleitung Kuchen und Torten, die wieder große Zustimmung fanden.
Wir haben uns sehr gefreut, zahlreiche Gäste aus den verschiedenen Kirchengemeinden begrüßen zu können. Vielen Dank für Ihr Kommen.
Tabor-Treff-Team

19.09.2018: Die fünf Marien der Taborkirche

Die fünf Marien der Taborkirche – entdecken, erkennen und durch sie ins Gebet finden

Mit ansteckender Begeisterung gelang es unserer Gemeindereferentin Sigrid Karus, uns einen neuen Blick auf die fünf Marien der Taborkirche zu vermitteln.

Die barocke Madonna im rechten Seitenschiff steht auf der Weltkugel und zertritt die Schlange. Unter ihrem rechten Fuß befindet sich der Mond und auf dem Kopf trägt sie die Krone. Sie drückt eine Taube ans Herz und macht einen dankbaren, frohen und kraftvollen Eindruck. Von ihr könnten wir uns zum Gebet einladen lassen, wenn es uns gut geht und wir unsere Freude zum Ausdruck bringen wollen.

An der Rückwand der Empore sehen wir eine Rennaisance-Madonna mit dem Kind Jesus auf dem Schoß. Schaut man ihr Gesicht von der einen Seite an, erkennt man ein Lächeln, während es auf der anderen Seite einen strengen Ausdruck zeigt. Darin werden sowohl die Freuden als auch die Sorgen Marias bei der Erziehung von Jesus deutlich. Dieses Kunstwerk dient vielleicht besonders den Eltern als Anregung zum Gebet.

Maria, unterm Kreuz, die den Todeskampf ihres Sohnes miterlebt, ermutigt uns, schmerzliche Situationen auszuhalten, ohne daran zu zerbrechen. Sie hat Jesus häufig nicht verstanden, ist jedoch immer in Kontakt mit ihm geblieben und hat ihn auf seinem Weg begleitet, ohne ihm helfen zu können. Diese Maria kann uns in leidvollen Zeiten stärken und trösten.

In der Gnadenkapelle befindet sich die Pieta in einem golden glänzenden Gewand mit dem toten Christus auf dem Schoß. Ihr Gesicht ist versteinert vor Schmerz, trotzdem hat Maria auch an diesem Tiefpunkt nie die Hoffnung verloren, da die göttliche Kraft immer nahe ist. Wenn wir vor dieser ausdrucksstarken Plastik der Opfer der Kriege und der Gewalt gedenken, können wir vielleicht diese göttliche Kraft spüren. Dieses Kunstwerk ist das wertvollste und am besten gesicherte in der Taborkirche.

Im linken Seitenschiff finden wir die größte und jüngste Marienstatue in einem schlichten goldenen Gewand. Sie steht auf der Mondsichel und zwei fliegende Engel setzen ihr gleich die Krone auf. Auch wir dürfen glauben, dass Gott uns einmal die Krone des Lebens aufsetzt. Unterhalb dieser Statue können die Gläubigen Kerzen anzünden und die Mutter Gottes um Fürbitte anrufen.

Die Erläuterungen zu den einzelnen Statuen waren jeweils eingebettt in ein dazu passendes Marienlied und das Gebet „Gegrüßet seist du, Maria“.

Für die musikalische Begleitung an der Orgel bedanken wir uns sehr herzlich bei unserem Kantor Karl Echle.

Ebenso danken wir Frau Karus, durch deren fachkundige Führung wir die fünf Marien der Taborkirche ganz neu schätzen lernten.

Wir haben uns gefreut, dass sowohl Frau Karus als auch Herr Echle uns nach der Führung beim gemeinsamen Kaffeetrinken noch für einige Zeit Gesellschaft leisteten.

Der nächste Tabor-Treff findet am 10. Oktober 2018 statt. An diesem ökumenischen Nachmittag dürfen wir wieder Herrn Friedrich Haas  zu einem interessanten Dia-Vortrag begrüßen, diesmal über „Andorra – Paradies in den Pyrenäen“. Herzliche Einladung dazu!

Tabor-Treff-Team