10 Jahre Zentrum des Zuhören

Einfach durch Zuhören ein Problem lösen, eine Situation oder gar das Leben ändern, wie es Michael Endes Romanfigur „Momo“ gelang, bieten die „Zentren des Zuhörens“ seit 10 Jahren in Horb und Freudenstadt.

Den Zeitungsartikel und weitere Infos zum "ZdZ" finden Sie hier!

Ministrantenaufnahme in Loßburg und Freudenstadt

Mit großer Freude wurden am Sonntag, den 17. Juni in Loßburg und Freudenstadt neue Ministranten in den Dienst am Altar eingeführt. Die Oberministranten Johanna Tebbe und Luca Braccia haben die Kinder seit der Erstkommunion in regelmäßigen Gruppenstunden spielerisch und liturgisch auf den Dienst als Ministrant vorbereitet.

in Loßburg wurden vier und in Freudenstadt fünf neue Ministranten eingeführt.

Die Gemeinde wünscht allen neuen Ministranten Gottes Segen und viel Freude bei ihrem Dienst.

el Caminos in Heiligenbronn

Die jüngsten Caminos aus der Seelsorgeeinheit besuchten als Abschluss des
ersten Gruppenstundenjahres das Kloster Heiligenbronn. Schwester Johanna
begrüßte uns am Haus Lebensquell und führte uns durch die beeindruckende
Ausstellung der Keramikfiguren des peruanischen Künstlers Raoul Castro. Mit
fast 250 Figuren wird das ganze Leben Jesu erzählt. Die Kinder durften mit
Herzbuttons (Das gefällt mir und berührt mein Herz!) oder Lupenbuttons (Da
würde ich gerne mehr wissen oder hab ich ne Frage!) die für sie wichtigen
Figurengruppen kennzeichnen und dann erzählte Schwester Johanna, zusammen
mit den Kindern, die dazu gehörigen Geschichten. Nach der hoch
konzentrierten Betrachtung gab es erst mal einen Picknick auf dem großen
Spielplatz und die vielen anderen Spielplätze auf dem großen Gelände wurden
entdeckt und ausprobiert und so manches im Wallfahrtsladen als Andenken
erstanden. Zum Abschluss besuchten wir die heilige Quelle. Die mitgebrachte
Flaschen wurden mit dem Gnadenwasser gefüllt und wir beteten das in der Mai
Gruppenstunde vertiefte Gebet "Gegrüßet seist Du Maria" vor dem Gnadenbild.
"Lasst uns ziehn zu den Quellen des Lebens", das Lieblingslied der
Erstkommunionkids, erklang zum Schluss in der unteren Brunnenstube. An
diesem Mittag hatten wir alle etwas davon erlebt.

Abend zum Rosenkranz

Woher der Rosenkranz kommt, wie er geht und vor allem, was er bringt,
darüber tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Saal unter der
Taborkirche aus und nahmen vielfältige Anregungen für ihr persönliche Gebet
mit. Zum Abschluss beteten wir in der in Dämmerlicht getauchten Taborkirche
einen Teil des Rosenkranzes und erlebten die Kraft, die in diesem alten,
einfachen und die Tiefe des Menschen anrührenden Gebet steckt.
Denn: Über das Rosenkranzgebet etwas zu wissen ist das Eine, es zu erleben
etwas ganz anderes und gerade das Rosenkranzgebet erschließt sich nur, wenn
man es tut.
(Gabi Stöhr und Sigrid Karus)

Tabor-Treff

16. Mai 2018: Besuch bei unserem ehemaligen Dekan M. Ziegler in Herrenberg

„Wenn Engel reisen…“ erwartet man normalerweise schönes Wetter zur Fahrt. Leider erfüllte sich diese Hoffnung an jenem Mittwochmittag nicht, denn zu den drei vereinbarten Bushaltestellen kamen die 42 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer überwiegend mit aufgespannten Regenschirmen. Also lautete die Devise zunächst: „Mairegen bringt Segen“.

Unser Busfahrer begrüßte die Freudenstädter Reisegesellschaft der Tabor-Kirchengemeinde vor der einstündigen Fahrt nach Herrenberg mit einer kurzen Routen-Beschreibung. Dort wurden wir am Zielort St. Josef-Kirche von unserem ehemaligen Pfarrer, Dekan M. Ziegler, bereits mit Spannung erwartet und mit herzlichem Händeschütteln begrüßt. Ihm galt der Besuch der Freudenstädter Seniorengruppe, denn vor etwa einem Jahr verlegte er seinen Dienstbereich vom Nordschwarzwald in das Gäu-Städtchen Herrenberg: Eine gute Gelegenheit, um viele bekannte Gemeindemitglieder, Freunde und Bekannte wiederzusehen oder sich im Gespräch auszutauschen.

Es begann eine kurze Kirchenführung mit interessanten Details. Die 1933 eingeweihte St. Josef-Kirche war damals die erste katholische Kirche in Herrenberg nach der Reformation in einem überwiegend evangelischen Umfeld. Ausdrucksstark wird der Besuch am Eingang empfangen von einem stilisierten Christuskopf mit dem in Stein gehauenen Schrifttext „KOMMET ZU MI ALLE, DIE IHR MÜHSELIG UND BELADEN SEID. ICH WILL EUCH ERQUICKEN. ICH WILL EUCH RUHE GEBEN FÜR EURE SEELEN.“ Worte, die als Gruß und Einladung zugleich gelten.

Sehr schön auch ein Wortbild aus dem Johannes-Evangelium: „ICH BIN DAS LICHT DER WELT.“ Es wird umrahmt von einer sieben Meter hohen Christusfigur, geschaffen als Rauputz-Fresko vom Rottenburger Bildhauer und Künstler Josef Walz. Die kupferverkleideten Türen vollenden den äußeren Eindruck des Gebäudes.

Danan wurde es still in der Kirche. Ruhige Orgeltöne erklangen von der Empore, gespielt von Dekanats-Kirchenmusikerin Marianne Aicher an ihrem denkmalgeschützten Instrument (im 19. Jh. Erbaut, später generalüberholt und seit 1952 in Herrenberg zu hören). Schließlich feierte Pfr. Markus Ziegler einen Gottesdienst mit seinen Gästen, so wie sie es in Freudenstadt während der vielen Jahre seiner dortigen Amtszeit gewohnt waren. Einen Höhepunkt bildete das Schlusslied „Segne Du Maria“.

Das farbenprächtige Chorfenster trägt den Titel „Christus in der Glorie des himmlischen Jerusalem“. Interessant ist die darin zu findende Zahlensymbolik. Darüber hinaus besitzt das von Prof. Albert Birkle geschaffene monumentale Werk einen hohen Stellenwert in der sakralen Kunst.

Für die obligatische Einkehr am Ende des ereignisreichen Tages hatte die Leiterin des Tabor-Treffs das Herrenberger Naturfreundehaus am Schönbuch ausgewählt. Hier wurden wir kulinarisch zur vollsten Zufriedenheit verwöhnt. In persönlichen Gesprächen erfuhren die sportlich interessierten Fahrt-Teilnehmer vom VfB Stuttgart-Fan Markus Ziegler unter anderem, dass er mit dem Verlauf der letzten Saison sehr zufrieden war, und „ich schaue für den VfB optimistisch in die Zukunft“. Seinen Humor bewies Pfarrer Ziegler unter großem Abschieds-Beifall: „Viele Grüße an alle, die mich kennen und mich trotzdem mögen“. Wohlbehalten brachte uns der Busfahrer wieder nach Freudenstadt zurück.

Tabor-Treff-Team

 

 

05. Juni 2018: Ökumenischer Nachmittag in der Friedenskirche

Dieser sommerliche Nachmittag stand ganz im Zeichen des bedeutenden und geschätzten Liederdichters Paul Gerhardt und begann mit einem seiner bekanntesten Lieder: "Geh aus, mein Herz, und suche Freud."
Nach der Begrüßung durch Pastor Michael Mäule folgten Grußworte der Gemeindereferentin Miriam Wessling von der Taborgemeinde sowie Diakonin Margret Herrmann von der evangelischen Kirchengemeinde, bevor Herr Reiner Wälde die weitere Gestaltung des Programmes übernahm.
In seinem ausführlichen Vortrag informierte er uns über den interessanten Lebensweg und die beruflichen Stationen von Paul Gerhardt (1607-1676). Er stammte aus Gräfenhainichen in Sachsen und studierte Theologie in Wittenberg. Weitere Orte seines Wirkens als Pfarrer bzw. Diakon waren Mittenwalde, Berlin und Lübben.
Sein Leben war geprägt von vielen leidvollen Erfahrungen. Schon früh verlor er seine Eltern sowie vier seiner fünf Kinder und im Jahr 1668 starb seine Frau. Auch unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges hatte er zu leiden. Trotzdem hinterließ er zahlreiche ermutigende und tröstende Lieder, die bis heute immer noch gerne gesungen werden.
Für diesen ökumenischen Nachmittag hatte Herr Wälde ebenfalls mehrere Lieder ausgewählt, die er auf dem Klavier begleitete, u.a.
"Lobe den Herrn, meine Seele"
"Wach auf, mein Herz, und singe"
"Die güldne Sonne voll Freud und Wonne"
"Befiehl du deine Wege"
"Nun ruhen alle Wälder".
Gegen Ende des Nachmittags gab Frau Hoffmann den Gästen, die unter Schlafstörungen leiden, den Hinweis, sich die andächtigen Liedertexte von Paul Gerhardt vorzusagen und somit Ruhe und Entspannung zu finden. Dieser hilfreiche Vorschlag ist sicher einen Versuch wert.

Herzlichen Dank an die evangelisch-methodistische Kirchengemeinde für den bereichernden Nachmittag und die gewährte Gastfreundschaft.

Tabor-Treff-Team