Kreuzweg-online der Taborkirche Freudenstadt Station 1-3

Kreuzweg-online: Zum Sehen, Hören und Meditieren

Nicht nur für Karfreitag, aber besonders für diesen Tag hat Kantor Karl Echle den Kreuzweg für Orgel von Andreas Willscher auf Audio Datei aufgenommen. Und dazu hat Pastoralreferent Michael Paulus Wortmeditationen von Gerhard Weisgerber leicht verändert und ergänzt. Hier können Sie zu jeder Kreuzwegstation das Bild (gestaltet von der Künstlerin Michaela A. Fischer) aus der Taborkirche, die Musikdatei zu dieser Station, den Text zum Anhören oder zum Lesen, anklicken. Die Stationen orientieren sich am klassischen Kreuzweg, die Musik und die Texte sind wie die Bilder in unserer Taborkirche aus unserer Zeit.

Michael Paulus

Station 1: Jesus wird zum Tode verurteilt

Als Jesus vor Pilatus steht erzählt Lukas: „Sie aber schrien und forderten immer lauter, er solle Jesus kreuzigen lassen, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich durch.“ (Lk 23,23)
Weg mit ihm! Weg mit diesem! Wieder einmal setzen sich die Falschen durch. Denn Jesus hatte doch auch Anhänger. Bei den Vielen, die er durch barmherzige Zuwendung dem Leben zurück gegeben hat. Die ihn schon Erlöser nennen konnten. Wo sind sie? Warum schweigen sie? Der liebende Jesus hat keine schlagkräftige Sympathisantengruppe aufgebaut. Pilatus hört nur: Weg mit ihm! Weg mit ihm!

Station 2: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schulter

In der Bibel steht von Jesus: „Und er trug selbst sein Kreuz“. (Joh 19,17)
Komm, o mein Kreuz! Warum legt Johannes Wert auf die Feststellung, dass Jesus sein Kreuz selbst getragen hat? Die anderen Evangelisten erinnern sich, dass ein Bauer namens Simon zum Hinaufschaffen des Hinrichtungsbalkens gezwungen worden ist. Aber die Aufgabe, sein eigenes Kreuz zu tragen, gehört zu den Grundforderungen Jesu. Und was Jesus fordert, das lebt er vor. Komm, o mein Kreuz!

Station 3: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Etwa eine Woche vor seiner Verklärung sagt Jesus seinen Jüngern: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Lk 9,23)
Die Bedingung, sich Jünger Jesu nennen zu dürfen, ist unbequem. Jesus sagt: Sieh von deinen Eigeninteressen ab und trage wie ich das für dich bestimmte Kreuz. Der Evangelist Lukas setzt sogar noch eins drauf: Täglich aufs Neue muss die Last aufgenommen und weitergeschleppt werden. Wer zusammenbricht, ist nicht vom weiteren Bemühen befreit. Denn auch Jesus ist gefallen und hat sich zu einem neuen Versuch aufgerafft.